Psya
Suche:
RSS | Archiv | Top Beiträge | Weltfokus
  • Home
  • Persönlichkeit
  • Diagnostik
  • Denken
  • Therapie
  • Sozialpsychologie
  • Entwicklung

Home / Sozialpsychologie /

Verwendung von Furchtappellen in der Werbung

Direkte Angst oder Furcht induzierende Werbung ist vor allem im Bereich der nichtkommerziellen Werbung(Gesundheitsfürsorge, Sicherheitsmaßnahmen vor Einbruch, Anlegen von Sicherheitsgurten usw.) weit verbreitet. Kommerzielle Organisationen hingegen machen von Werbung mit Angst relativ selten in unverhüllter und direkter Form Gebrauch. Das hat gute Gründe.

Werbung mit Angst ist in seiner Effektivität unklar und andere Appelle wie Humor und Erotik haben mitunter eine größere Wirkung (vgl. Barth/Bengel, 1998, S. 115-116). Zudem wird aus wettbewerbsrechtlicher Unsicherheit (Sittenwidrigkeit nach § 1 UWG) relativ selten von der Werbung mit der Angst Gebrauch gemacht. Rechtlich gesehen kann Werbung mit Angst wettbewerbswidrig sein, wenn zum Beispiel zum raschen Kauf von Benzin aufgefordert wird, bevor der Benzinpreis ins Unermessliche steigt. Diese Art Werbung würde gegen den Grundsatz des fairen Wettbewerbs verstoßen. Werbung mit Angst kann aber auch aus inhaltlichen Gründen nicht zum Produkt passen und aus diesem Grund unangemessen sein.

Die mehr oder minder milde oder verdeckte Form der Weckung von Ängsten ist in der tagtäglichen Werbung indes gang und gäbe. Angstthemen in der Werbung zeigen sich so in verdeckter Form als körperliche Risiken, gesellschaftliche Missachtung (Beispiele bei Deodorantmarken), Ablehnung innerhalb der Familie (Beispiele bei Weichspülermarken) und materieller Verlust (Beispiele bei Versicherungen).

Geschrieben am 15.02.2009 in Werbung
Verwandte Beiträge
  • Werthaltungen, Motivation und Emotion in der Werbung: Die Motivation und Emotion eines Konsumenten spielt in der Werbung eine besondere Rolle. Welche Gefühle und Werturteile durch die Werbung [...]
  • Unterschwellige Werbung und Beeinflussung: „Bloß nicht darüber nachdenken“ heißt ein Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 22. 04. 1998, in dem über eine [...]
  • Soziale Bewährtheit in der Werbung: Wenn der „Marktkauf“- Supermarkt von Millionen zufriedenen Kunden spricht, oder ein Auto von einem Motormagazin zum beliebtesten wagen des Jahres [...]
  • Psychologische Aspekte der Hörfunkwerbung- Schnittstelle zum Menschen: Um Radio empfangen zu können ist lediglich ein Rundfunkempfänger und die Fähigkeit des Hörens notwendig. Zugang zu einem Empfangsgerät hat [...]
  • Projektive Verfahren zur Werbewirkungsmessung: Der Grundgedanke eines projektiven Verfahrens ist, dass die Versuchspersonen ihre Motivlage, also auch ihre Emotionen in mehrdeutige Vorgaben spontan hineinprojizieren [...]
Deine Meinung schreiben

Anzeige
huhu

Warning: mysql_connect() [function.mysql-connect]: Access denied for user 'd00bb89c'@'85.13.144.160' (using password: YES) in /www/htdocs/w00a1eb9/psya/wp-content/themes/werben/single.php on line 91